Tipps&Tricks für erfolgreiche Kommunikation – Mut zur Luft

 Wer möchte, dass sein Text möglichst nicht gelesen wird, gestaltet ihn insbesondere mittels zweier Dinge:

Sie alle haben sicher auch schon Beispiele solcher Texte «genossen» – beispielsweise die Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihrer Versicherung...?

Schicken Sie Ihr Publikum nicht in die Bleiwüste

Dicht gedrängter, klein gedruckter Text liest sich schwer – mit zunehmender Alterweitsichtigkeit sowieso. Im Fachjargon spricht man von «Bleiwüste»: Je dichter der Text, desto mehr Buchstaben aus Blei mussten früher gesetzt werden. Auch auf Computern gedruckte, dicht gedrängte Texte fühlen sich bleischwer an – die Bleiwüste bleibt somit der passende Begriff.

Sehr viel angenehmer zu lesen und auch auf den ersten Blick ansprechender sind Dokumente, die nicht bis zum äussersten Rand bedruckt sind und auch zwischen den Abschnitten freien Raum lassen.

Erst mit der Luft entwickeln Zwischentitel und Co. ihre Wirkung

Wenn Sie Ihren Text wie empfohlen mittels Titel, Zwischentitel, Abschnitten, Kasten und Aufzählungen gegliedert haben, so machen Sie dies mittels genügender Zwischenräume deutlich sichtbar. Sie werden sehen: Ihr Text wirkt sofort einladender – er schreckt nicht mehr ab wie die AGB Ihrer Versicherungsgesellschaft.

In der Kommunikationsbranche spricht man von «Luft geben» oder «luftig gestalten». Diesen Ausdruck finde ich sehr passend: Meinerseits spüre ich jeweils richtiggehend, wie meine Augen «tief Luft holen», wenn aus einer Bleiwüste ein luftig gestalteter Text wurde.

Mehr Luft – weniger Buchstaben!

Selbstverständlich führen breitere Blattränder und grössere Abstände zwischen den Absätzen dazu, dass der mit Wörtern zu füllende Raum kleiner wird. Dies zwingt Sie einmal mehr, sich kurz zu fassen. Denn der Trick mit der kleineren Schrift ist eben ein fauler – insbesondere wenn Ihr Zielpublikum über 45 Jahre alt ist.

 

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