Tipps&Tricks – Integrierte Kommunikation 2: Eine ehrliche Analyse schmerzt vielleicht, bringt Sie jedoch weiter

Wie in vielen Bereichen des (Geschäfts-)Lebens gibt es auch in der Kommunikation Trends und Moden. Zurzeit scheinen Kundenmagazine sehr «in» zu sein: Ob Krankenkasse, lokales Elektrizitätswerk, Umweltverband, Bank, soziales Hilfswerk, Drogerie... – alle beglücken sie mich ungefragt mit bunten Magazinen voller Artikel, die mehr oder weniger mit ihrer Geschäftstätigkeit zu tun haben. Wie viele dieser Kundenmagazine wohl ungelesen im Abfall landen?

Bevor eine Unternehmung – Firma oder Non-Profit-Unternehmen – viel Geld für ein teures Kundenmagazin (oder eine andere Kommunikationsmassnahme) in die Hand nimmt, ist ein Punkt von zentraler Bedeutung: die Analyse der Ist-Situation. Wie steht unser Unternehmen da – kennt man uns überhaupt? Wie werden wir wahrgenommen? Wie sehen wir uns selber und würden gerne von aussen wahrgenommen (Soll)?

Erst die Analyse zeigt, welches Mittel das richtige ist

Wer diese Fragen ehrlich und fundiert beantwortet, erhält eine gute Basis um zu entscheiden, ob ein Kundenmagazin hilft, dem Soll-Zustand näher zu kommen. Vielleicht ist aber ein völliger Umbau der Website, eine Werbekampagne, gezielte Medienarbeit oder auch eine aktive Kommunikation mit den Mitarbeitenden (Interne Kommunikation) das bessere Mittel, um dem Ziel näher zu kommen? Eine saubere Analyse mit einer klaren Bewertung der festgestellten Probleme wird den Weg zeigen.

Ein kritisches Auge von aussen kann helfen, die Situation ehrlich, sachlich und umfassend zu analysieren. Denn nur zu gern verschliesst man die Augen vor unangenehmen Tatsachen, die das eigene Tun in der Vergangenheit schlecht aussehen lassen. Aber eines ist klar: Wer sich bei der Analyse um unangenehme Tatsachen herummogelt, wird nie überzeugend kommunizieren. 

 

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