Tipps&Tricks für erfolgreiche Kommunikation – Der Zwischentitel: Die oft vergessene Wiedereinstiegshilfe

Wer einen Text schreibt, geht davon aus, dass er bis zum Ende gelesen wird. Nur: Wie oft brechen Sie selber die Lektüre eines Textes mittendrin ab?

Die möglichen Gründe sind zahlreich. Äussere Einwirkungen wie ein klingelndes Telefon können wir als Autor/in wenig beeinflussen. Selbstverschuldetes wie Langeweile, Unverständnis und Ungeduld hingegen schon.

Idealerweise formulieren wir einen Text von Anfang bis Ende derart spannend, dass unser Zielpublikum sogar das Telefon klingeln lässt und weiterliest. In der Realität gibt es aber in vielen Texten Passagen, die nicht für alle Adressat/innen spannend sind: Für Personen mit Vorwissen interessante (technische) Details langweilen eine Person ohne Vorwissen – sie unterbricht die Lektüre.

Packen Sie die Chance, das Interesse noch einmal zu wecken

Im schlechtesten Fall beginnt der/die Leser/in mit der Lektüre des nächsten Artikels resp. legt den Brief / die Medienmitteilung etc. halbgelesen ins Altpapier. Doch es gibt ein erprobtes Mittel, um «aussteigende» Leser/innen wieder in Ihr Schreiben zu ziehen: Zwischentitel.

Denn Zwischen- oder Untertitel dienen längst nicht nur der optischen Auflockerung eines Fliesstexts. Gezielt formuliert und platziert wirken Zwischentitel als Wiedereinstiegshilfe. Durch ihre fette und evtl. auch grössere Schrift heben sie sich vom Lauftext ab und springen ins Auge. Vermag einer der folgenden Zwischentitel das Interesse des/der Lesenden (wieder) zu wecken, ist die Chance gross, dass er/sie nach dem besagten Zwischentitel weiterliest – oder eben «wiedereinsteigt».

Gute Zwischentitel erlauben es, das Ziel im zweiten Anlauf zu erreichen

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird dem/der Leser/in früher oder später eine Information fehlen, weil sich diese in der ausgelassenen Textpassage befindet. Gut möglich, dass die lesende Person deshalb noch einmal den Artikel von vorne beginnt, sich durch den für sie langweiligen Teil durcharbeitet – und Ihren Text schliesslich in voller Länge gelesen hat.

Es lohnt sich also, nicht nur dem Titel, sondern auch den Zwischentiteln volle Aufmerksamkeit zu schenken – auch bei Medienmitteilungen und schriftlich abgegebenen Referaten. Für Zwischentitel gelten übrigens dieselben Grundsätze wie für den Titel – nachzulesen im letzten Beitrag. Insbesondere gilt: Nicht mehr als ein Zwischentitel in Form einer Frage.

 

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